Bunte Innenwelten
Ein Blick hinter die Maske
 

Chris erzählt von seinem Weg zur Autismusdiagnose, von Masking, Reizüberflutung & Gefühlen. Er gibt Einblicke in Situationen, die für andere selbstverständlich wirken, für ihn aber viel Energie kosten & erzählt, wie er seinen eigenen Umgang damit gefunden hat.


Julia:
Wenn du an deine Kindheit und Jugend zurückdenkst: Wann hattest du zum ersten Mal das Gefühl, dass du irgendwie anders funktionierst als andere Menschen?

Chris:
Im Kindergarten und am Schulanfang habe ich davon nicht sehr viel gemerkt. Es gab aber häufiger Situationen, die ich nicht verstanden habe. Dass ich es nicht verstehe, habe ich aber nicht wirklich hinterfragt. Wenn es mir erklärt wurde, hab ich mich dann entsprechend angepasst. Die Erklärung war damals von außen, dass ich einfach etwas langsam bin oder verpeilt oder schüchtern. Wahrscheinlich habe ich da schon unbewusst gelernt zu masken und das habe ich auch eine Weile durchgezogen. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass ich so anders bin. Ich dachte, die anderen würden gleich wahrnehmen und sind nur schlauer oder besser im Sachen aushalten oder sie haben einfach mehr Energie. Irgendwann habe ich einen Artikel von einem Autisten gelesen und viel von mir wiedererkannt. Da hatte ich das zum ersten Mal auf dem Schirm, aber noch nicht groß weiter verfolgt.

Julia:
Wann bist du dann zum ersten Mal auf den Gedanken gekommen, dass Autismus bei dir eine Rolle spielen könnte – und wie kam es dazu?

Chris:
Als ich im Studium nicht mehr weiterkam, weil es mir so schlecht ging, bin ich zu verschiedenen Psychologen gegangen. Da habe ich das, nachdem ich den Artikel gelesen hatte, angesprochen und der Therapeut meinte, er kann sich das vorstellen. Da war mir klar, dass ich Routinen brauche, um beispielsweise regelmäßig zu kochen und nicht erst zu essen, wenn es schon viel zu spät ist.

Ein oder zwei Jahre später habe ich das bei einer anderen Psychologin angesprochen. Da hatte ich vorher aber schon sehr viele Videos von Autisten angeschaut, die ihr Leben beschreiben und viele Überschneidungen gesehen, deswegen war ich mir schon sicherer, dass da was dran sein könnte. Die Psychologin hat mir dann sehr dringend geraten, mich auf Autismus testen zu lassen und mir geholfen, mich an die richtige Stelle zu wenden.

Auf die Videos bin ich übrigens gestoßen, weil mir eine Freundin ein Video von einem Autisten geschickt hat und meinte, sie sieht mich darin wieder.

Julia:
Wie hast du den Weg bis zur Diagnose erlebt und was hat die Diagnose für dich verändert?

Chris:
Der Weg bis zur Diagnose war ziemlich lang. Zwischen „ich möchte das checken lassen“ und der Diagnose lagen fast zwei Jahre. In der Zeit war ich auch ziemlich depressiv und habe mich immer wieder ein bisschen informiert. Da habe ich beispielsweise gelernt, dass es mir oft schwer fällt, Gefühle zu benennen und wie man das besser machen kann.

Als ich die Diagnose dann bekommen habe, war ich nicht überrascht. Es war irgendwie eine Erleichterung, weil es viel erklärt hat, sie war aber nicht so groß, wie ich vielleicht erwartet hätte. Danach habe ich mich mit der Auswertung der Tests befasst, um zu sehen, welche Sachen bei mir auf die Diagnose zurückzuführen sind. Gleichzeitig habe ich direkt nach Informationen gesucht, was für Lösungen es bereits für häufige Hürden gibt. Mir ist auch klar geworden, wie oft ich eigentlich überreizt bin und mehr darauf achten muss, in welchen Situationen das passiert. Ich war es so gewohnt, alles Mögliche auszuhalten und mich trotz vieler Reize auf Gespräche oder Ähnliches zu konzentrieren und ich dachte, das sei normal. Ich musste lernen, überhaupt zu merken, wann ich Reizen ausgesetzt bin, bevor mein Körper in einen Stressmodus kommt, um das alles zu bewältigen. Auch, dass ich mir Pausen einplanen muss, weil nach anstrengenden Tätigkeiten erstmal Ruhe erforderlich ist.

Ich habe gemerkt, dass ich viel entspannter und zufriedener bin, wenn ich diese Bedürfnisse wahrnehme und beachte. Leider habe ich vermutlich auch ein paar ADHS-Anteile in mir, die früher oder später wieder aus Routinen ausbrechen wollen und Lust auf sehr viele Reize haben, deswegen kann ich nicht alles so konsequent umsetzen, wie ich es gern hätte oder bringe Sachen oft nicht zu Ende, die ich anfange.

Julia:
Wenn Menschen dich heute kennenlernen, würden wahrscheinlich viele gar nicht sofort vermuten, dass du Autist bist. Was glaubst du, warum das so ist?

Chris:
Autisten lernen im Leben zu maskieren und sich so zu verhalten, dass sie nicht auffallen. Für mich ist das ziemlich anstrengend. Ich achte auf Körpersprache, Gesicht, Betonung, Art der Formulierung und natürlich gleichzeitig auf den Inhalt bei Gesprächen. Das sind sehr viele Reize auf einmal, die ich bewusst verarbeite, um die Situation zu verstehen oder zu verstehen, was die Person von mir will. Vieles davon verunsichert mich, wenn ich es nicht richtig deuten kann, aber auch das wird bestenfalls überspielt. Wenn ich mir nicht sicher bin, wie etwas gemeint ist, versuche ich eine Antwort zu finden, die zu allen Möglichkeiten passt oder muss nachfragen, wie es gemeint ist. Das sieht man von außen nicht so wirklich oder zumindest nicht stark genug, dass man es so einordnen würde.

Julia:
Was man von außen vielleicht nicht sieht: Gibt es bei dir Verhaltensweisen oder Abläufe, die für dich ganz selbstverständlich mit deinem Autismus zusammenhängen, andere aber gar nicht so einordnen würden?

Chris:
Was man auf den ersten Blick zum Beispiel auch nicht merkt, ist, dass ich immer die gleichen Klamotten trage. Das erleichtert mir Abläufe, wie Aussuchen von Kleidung, Wäsche waschen und so. Meistens kriegt man auch nicht mit, dass mich kleine Änderungen in Abläufen schon sehr stressen können.

Julia:
Wenn du an ganz normale Situationen wie einen Einkauf denkst: Wie läuft so etwas bei dir ab und was passiert dabei im Hintergrund, was andere von außen wahrscheinlich gar nicht mitbekommen?

Chris:
Beim Einkaufen gehe ich meistens in den Läden, die ich kenne, immer den gleichen Weg. Dabei scanne ich die kompletten Regale, was nur so schnell geht, weil ich es schon kenne. Ich würde sofort merken, wenn etwas anders ist als sonst und in dem Fall würde ich dann genauer hinschauen. Bei allen vertrauten Produkten überlege ich, ob ich es brauche. Ich weiß auch ziemlich genau, was ich noch an Zutaten zu Hause habe. Wenn das Produkt gut genug in das Gesamtbild eines 5- bis 10-Tagesplans passt, wird es mitgenommen. Da habe ich mir vorher in der Regel auch schon grob Gedanken gemacht, um nicht bei der Entscheidung überfordert zu sein.

So hat jeder Einkauf eigentlich den gleichen Ablauf, nur nicht immer die gleichen Sachen, die mitgenommen werden. Phasenweise kann es aber auch immer ein sehr ähnlicher Einkauf sein. Diese Routinen geben mir Sicherheit. Habe ich viel Energie, bin ich darauf nicht so angewiesen und kann auch mal improvisieren. Habe ich wenig Energie, ist das die einzige Möglichkeit, überhaupt einen Einkauf zu schaffen. Wenn ich ausnahmsweise Dinge brauche, die in anderen Regalen sind, vergesse ich die dann oft einfach. Wenn ich unterbrochen werde, kann es genauso sein, dass ich durcheinanderkomme.

Unbekannte Geschäfte sind für mich umso anstrengender. Da bin ich komplett überfordert, weil alles neu ist und dann andere Produkte, andere Anordnung, andere Gänge erfasst und ausgewertet werden müssen. Das sind unfassbar viele Reize, die ungefiltert in mein Gehirn schießen. Da versuche ich, möglichst wenig zu kaufen und vorher schon genau zu planen, was ich brauche, um gezielt neu danach Ausschau zu halten. Hauptsächlich will ich da so schnell wie möglich wieder raus. Vom Aussehen sieht das trotzdem wahrscheinlich wie ein normaler Einkauf aus, vielleicht ein bisschen langsam und verwirrt.

Julia:
Du hast mir schon öfter erzählt, dass du im Laufe deines Lebens sehr viel darüber gelernt hast, wie andere Menschen sich verhalten und wie man sich selbst in bestimmten Situationen verhalten sollte. Was bedeutet Masking für dich?

Chris:
Es kostet viel Energie, so zu funktionieren. Je weniger vertraut mir die Person ist, desto anstrengender ist es, weil ich da mehr darauf achte und auch vorsichtiger bin, die autistischen Sachen zu zeigen. Ich bin auch gerne unter Menschen, also die Anstrengung muss nicht schlimm sein, aber ich muss dann entsprechend Ruhe einplanen danach. Das können auch mal ein oder zwei Tage sein, in denen ich mir dann nichts Anstrengendes vornehmen sollte.

Wie vorhin erzählt, achte ich auf viele Dinge. Einerseits bei meinem Gegenüber, um zu verstehen, andererseits bei mir selbst. Augenkontakt ist bei mir kein großes Problem, aber auch da achte ich darauf, nicht zu viel und nicht zu wenig zu schauen. Wenn ich merke, mein Gegenüber schaut weg, schaue ich auch in eine andere Richtung. Wenn ich sehe, die Person wendet sich wieder zu, tue ich das auch. Von mir aus brauche ich gar keinen Augenkontakt in den meisten Fällen, aber das löst in der Regel bei Leuten ungute Gefühle oder Unsicherheit aus. Ich will nicht respektlos wirken, also gebe ich mir Mühe, dass meine Intentionen richtig ankommen.

Ich achte sehr stark auf meine Formulierungen und versuche, möglichst freundliche oder neutrale zu wählen, um nichts Falsches zu sagen. Ich möchte mich oft genau ausdrücken, aber weiß, es würde verkopft oder zu ernst oder verkrampft rüberkommen und muss dann versuchen, eine normale kurze Formulierung zu finden, die das bestmöglich trifft.

Ich weiß, dass vor allem Leute, für die vieles selbstverständlich ist, ohne darüber nachzudenken, sowas verwirrend oder anstrengend sein kann. Genauso anstrengend ist es für mich zu verstehen, was sie eigentlich wollen. Oft habe ich auch nach sozialen Interaktionen viele Fragen. Meistens, wie Sachen gemeint waren oder ob Aussagen richtig ankamen. In der Regel kann ich lange gar nicht einschätzen, wie eine Person zu mir steht. Um Antworten auf die Fragen zu finden, denke ich im Nachhinein nochmal über die Situationen nach und reflektiere. Wenn ich Leute öfter sehe, beantworten sich die meisten Fragen mit der Zeit von selbst, weil ich besser verstehe, wie die Personen funktionieren und kommunizieren. Sobald ich da auch Sicherheit und Vertrauen im Umgang miteinander bekomme, wird es weniger anstrengend und desto weniger muss ich auch funktionieren, weil die Leute auch mich verstehen.

Neben Kommunikation und Augenkontakt steuere ich auch meine Reaktionen, weil ich sonst oft keine große Mimik hätte. Ich betone Sachen lebendiger, die ich sonst vielleicht monotoner sagen würde. Jede Einzelheit ist nicht selbstverständlich, sondern bewusst. Es passiert dabei auch viel automatisch, weil man es immer wieder wiederholt. Der Kontrast zur kompletten Ruhe in einer reizarmen Umgebung ist trotzdem sehr stark spürbar.

Julia:
Vielleicht kannst du erklären, wie das mit Sarkasmus ist. Wie war das für dich, als du das nicht verstehen konntest?

Chris:
Ne, da sehe ich schon nen Unterschied. Aber da habe ich glaub ich gelernt, dass Leute nicht immer ernst meinen, was sie sagen, sondern mit Absicht was anderes. Wenn sie sarkastisch sind, meinen die das Gesagte ja auch nicht inhaltlich so. Den Sarkasmus versuche ich immer am Ton zu erkennen oder abzugleichen, ob es zu den Infos passt, die ich zur Person habe. Wobei da auch jeder einen anderen Tonfall haben kann, das lerne ich dann individuell.

Julia:
Oder das mit den Sprichwörtern?

Chris:
Sprichwörter werden von Autisten häufig nicht verstanden. Ich stell mir das immer bildlich vor und finde es meistens sehr witzig. Aus der Situation heraus kann ich mir oft ungefähr erschließen, was es bedeutet. Viele Sprichwörter habe ich so mit der Zeit gelernt. Manchmal ist es für mich aber so random, dass ich wirklich keine Ahnung habe, was es bedeuten soll, dann frage ich meistens nach. Zuletzt fällt mir ein, war es das Sprichwort „wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen“.

Julia:
Und ich glaube, es hat die Frage gefehlt, wie das mit Gefühlen ist. Also wie nimmst du Gefühle wahr, wie fühlst du sie? Viele denken ja oft, dass Autisten keine Gefühle haben. Wie würdest du das erklären?

Chris:
Gefühle nehme ich nicht immer so gut wahr. Im stressigen Alltag können die oft untergehen oder schwer einzuordnen sein. An entspannten Tagen spüre ich sie deutlich und ich nehme sie auch sehr intensiv wahr und kann sie auch einfacher benennen. Ich zeige sie nicht automatisch durch Mimik oder Gestik, deswegen sind Gefühle von außen auch schwer zu erkennen oder werden auch falsch eingeordnet. Oft muss ich bewusst in mich hineinhören, um mir klar zu werden, was ich gerade fühle. Dabei nehme ich das Rad der Gefühle her, um sie besser einzuordnen und sie auch einfacher einer Basisemotion zuzuordnen. Das hilft mir dann im Umgang mit meinen Gefühlen, weil ich dann verstehe, wo sie herkommen und welches Bedürfnis dahinter steht. Die Fehlannahme, dass Autisten nichts fühlen, kommt eben daher, dass sie Gefühle anders äußern. Auch das lange Erzählen über ein Spezialinteresse oder so kann ein Zeichen von Zuneigung sein, das vielleicht ungewohnt ist oder nicht als solches gesehen wird.

Julia:
Gibt es Situationen oder Menschen, bei denen du das Gefühl hast, dass du überhaupt nichts darstellen oder analysieren musst und einfach du selbst sein kannst?

Chris:
Bei meinen Freunden habe ich dieses Gefühl von Sicherheit und Entspannung und kann ich selbst sein. Natürlich kann ich nicht alles abstellen. Ich nehme viel wahr und auch viele Details. Bei Freunden passiert aber in der Regel nicht so viel Unvorhergesehenes, was mir Sicherheit gibt. Außerdem kennen sie viele Ansichten von mir und wissen, wie ich denke, deswegen ist da auch die Gefahr geringer, dass Aussagen missverstanden werden.

Im Allgemeinen fällt es mir deutlich leichter in Gruppen, bei denen ich das Gefühl habe, es wird über niemanden geurteilt und man denkt nicht in so starren Schemata oder sozialen Normen. Häufig sind das vermutlich Gruppen von ebenfalls neurodivergenten Menschen.

Julia:
Wie erlebst du Reizüberflutung und was passiert bei dir, wenn es einfach zu viel wird?

Chris:
Am meisten kommt es wahrscheinlich auf meinen vorherigen Zustand an. Wenn alles gut ist, merke ich es kaum, außer vielleicht gegen Ende einer Veranstaltung oder im Nachhinein. Da kann die Grenze erreicht sein, muss sie aber nicht. Wenn es mir schlechter geht oder ich wenig Energie habe, merke ich das ziemlich schnell. Je nachdem, wie viel oder wenig Kapazitäten ich habe, desto besser oder schlechter kann ich den Zustand aushalten. Der Zustand ist wie ein ständig angespannter Muskel beim Denken. In der Regel ist sehr klar, dass ich den Zustand nicht mal eben wegatmen kann, sondern das so ist, bis ich schlafen gehe. Ich bin da gleichzeitig so im Fokus, dass ich wie auf Autopilot jeden Reiz verarbeite, wie er reinkommt, mit Hochdruck. Da klappt das Masken meistens schon schlechter und meine Sätze werden knapper und direkter.

Wenn unter bereits hoher Anspannung irgendwas Unvorhergesehenes passiert, auch wenn es sehr klein ist, kann ich einen kurzen Funktionsausfall haben. Dann kann ich die Anpassung nicht mehr leisten und ich bin maximal überfordert. Meistens kriege ich noch alles um mich herum vollumfänglich mit, bin aber blockiert und kann kaum reagieren. Ab da ist jeder Reiz zu viel. Mein Kopf sucht in dem Zeitpunkt einen vollständigen Weg von meinem blockierten Zustand aus zu einem Ort, an dem ich wieder klarkommen kann. Erst wenn ich eine sichere Abfolge habe, mit der ich okay bin und auch an die Leute um mich herum denke, fange ich wieder an, etwas zu tun. Auf Sachen von außen reagiere ich auf Autopilot. Manchmal erinnere ich mich auch gar nicht mehr daran, was ich geantwortet habe. Diese Zustände sind für mich nicht immer zu vermeiden. Wenn ich da schnell wieder rauskomme und erstmal Ruhe habe, sind die auch nicht nachhaltig schlimm beziehungsweise ich bin es gewohnt. Diese Art von Ausfall nennt man übrigens Shutdown.

Julia:
Was sind im Alltag Dinge, die für andere Menschen völlig banal wirken, für dich aber erstaunlich schwierig sein können?

Chris:
Ein Klassiker hierfür ist Telefonieren. Davor haben einige Leute auch generell Angst, aber ich denke, für mich ist das etwas anders. Es ist keine Angst, die ich nur überwinden muss und es wird leichter. Da muss man auch zwischen verschiedenen Arten von Telefonaten unterscheiden. Je klarer der Ablauf und das Ziel, desto unproblematischer. Wenn ich irgendwo anrufe und gar nicht weiß, was passieren wird, welche Fragen gestellt werden oder in welcher Reihenfolge Informationen erwartet werden, bin ich schnell überfordert. Wie ich das Gespräch starte, steht schon fest und wenn ich bestimmte Nachfragen erwarte, bereite ich mich bestenfalls darauf vor. Es ist mir sehr wichtig, mein Problem selbst genug verstanden zu haben und bestenfalls mögliche Lösungen zu kennen, da ich sonst verwirrt oder überfordert im Gespräch bin.

Was noch schlimmer ist, sind Smalltalks. Wenn Verwandte oder Bekannte kurz mal reden wollen am Telefon, bin ich komplett verwirrt. Ich weiß meistens nicht, was sie hören wollen und auch nicht, was sie mir sagen wollen. Das Gespräch hat nicht mal ein konkretes Ziel, also hab ich nichts, woran ich mich festhalten kann.

Was auch ein Riesenproblem ist, dass man beim Telefonieren die andere Person nicht beobachten kann. Ich kann deutlich schlechter einschätzen, ob alles passt, wenn ich deutlich weniger Infos bekomme als in einer Situation in Person.

Julia:
Du hast zum Beispiel öfter erzählt, dass der Haushalt für dich schwierig sein kann. Was genau passiert bei dir, wenn du eigentlich weißt, dass etwas gemacht werden müsste, es aber trotzdem nicht schaffst, anzufangen oder weiterzumachen?

Chris:
Wenn ich viele Aufgaben zu erledigen habe, versuche ich, sie nach Dringlichkeit sortiert abzuarbeiten. Wenn aber etwas sehr Zeitintensives dringend ist, was auch Wochen dauern kann, fällt es mir schwer, andere Aufgaben einzubauen. Gerade Haushalt bleibt da oft liegen. Viele Sachen im Haushalt stören mich auch deutlich weniger als die meisten Menschen, deswegen finde ich oft was Wichtigeres oder nutze Zeit dann lieber zur Erholung. Wenn ich sowieso auf andere Erledigungen fokussiert bin oder einfach die Zeit fehlt, bekomme ich vieles um mich herum auch gar nicht so stark mit oder gewöhne mich dran. Bei Haushalt habe ich auch oft eine Abfolge im Kopf, in der ich das erledigen will, und wenn die erste Sache nicht klappt, dann automatisch auch alles andere nicht. Auf der anderen Seite kann es sein, dass ich denke, um diese Sache zu machen, muss ich vorher zwölf andere machen und das schaffe ich nicht.

Input von außen kann mich ins Handeln bringen. Wenn zum Beispiel Besuch kommt, ist die Dringlichkeit erhöht. Manchmal ist die Reihenfolge gar nicht so wichtig, wie es sich für mich anfühlt, deswegen kann es auch helfen, wenn jemand sagt, es geht auch anders.

Julia:
Wie beeinflusst dein Autismus deine Freundschaften und Beziehungen zu anderen Menschen?

Chris:
Es fällt mir auf jeden Fall sehr leicht, ehrlich und transparent zu sein. Da es für mich kein „normal“ gibt, bin ich sehr verständnisvoll und kann alles als normal sehen. Auch da kann es mal zu Missverständnissen kommen. Ich mag viele sozial normale Dinge nicht, wie in ein Café gehen oder auch Dates. Da aber Menschen häufig in ein Café gehen, um sich mit anderen zu treffen, muss ich mich dazu entscheiden, dem auszusetzen für die Person oder ablehnen. Eine Ablehnung kann aber natürlich als Ablehnung des Kontakts und nicht als Ablehnung des Cafés gedeutet werden. Bei Dates kann das Missverständnis entsprechend umso dramatischer sein. Auch viele klassische Freizeitaktivitäten sind für mich anstrengend oder uninteressant.

Ich mag eher entspannte, achtsame Sachen oder etwas Neues zu lernen. Manchmal brauche ich auch einfach Zeit für mich und möchte allein sein und meine gewohnten Dinge tun. Auch beispielsweise mein Bedürfnis nach Planung oder Routine braucht seinen Platz. Gleichzeitig bin ich da auch bereit, lösungsorientiert einen Umgang mit den Bedürfnissen anderer zu finden.

Durch meine Art kann ich in Beziehungen aber auch viel Sicherheit geben. Ich helfe gerne und selbstverständlich und versuche, den wichtigen Menschen in meinem Leben zu zeigen, dass sie mir wichtig sind. Ich kann auch meine Gefühle benennen und kommunizieren und Leute wissen, woran sie sind. Das heißt, dass ich Leute mag oder sie mir wichtig sind, zeige ich genauso direkt und ehrlich.

Julia:
Du hast manchmal das Gefühl, dass andere Menschen dich nicht mögen oder dich komisch finden. Woher glaubst du, kommt dieses Gefühl?

Chris:
Das Gefühl kommt hauptsächlich aus Erfahrung. Ich habe schon oft einen schlechten Eindruck auf Leute gemacht, aus verschiedenen Gründen. Einerseits, wie ich rüberkomme, ohne es zu wollen, andererseits auch, wie ich bin. Viele Menschen empfinden ein Abweichen von der Norm als problematisch oder hinderlich. Es passt nicht in ihr Weltbild, dass es Menschen gibt, die andere Bedürfnisse haben, als sie gewohnt sind. Themen wie Informatik oder Mathe sind nicht besonders beliebt. Viele haben kein Interesse an tiefen inhaltlichen Gesprächen, sondern führen nur ein bisschen Smalltalk. Vor allem sind Menschen nicht ehrlich und denken, sie müssten anderen ein gutes Gefühl geben, weil das auch eine soziale Norm ist. Ich kann einfach in fast allen Fällen nicht sagen, was irgendwas bedeutet.

Oft sehe ich Menschen an, dass sie eine Maske tragen, weiß aber nicht, was darunter ist und wieso sie diese aufhaben. Es ist für mich schwer zu unterscheiden, ob eine Person gerade höflich ist oder ernsthaft nett zu mir sein will. Ob eine Person unsicher ist, einen schlechten Tag hatte oder ein Problem mit mir hat.

Ich habe da gelernt, vorsichtig zu sein, weil ich Leuten nicht versehentlich zu nahe treten und auch selber nicht enttäuscht werden möchte. Wenn es mehrere Fälle gibt, versuche ich den Weg zu gehen, der am sichersten ist. Dann kann ich nicht einfach davon ausgehen, gemocht zu werden, wenn es noch andere Möglichkeiten gibt.

Ich unterstelle der Person nicht, sie hätte ein Problem mit mir, aber ich bin mir auf keinen Fall sicher, dass sie mich mag. Dafür brauche ich dann bestenfalls klare Kommunikation. Ich kann da auch selbst nachfragen, aber oft habe ich das Gefühl, ich mache daraus ein größeres Ding, als es eigentlich ist. Meistens klärt sich das alles mit der Zeit, ich suche nur immer noch einen Umgang, das schneller einordnen zu können, ohne eine potenziell seltsame Situation zu erzeugen.

Julia:
Du hast auch schon davon gesprochen, dass du dich selbst manchmal eher als Weirdo siehst, als andere Menschen dich wahrscheinlich sehen. Was bedeutet dieses Bild von dir selbst für dich?

Chris:
Dieses Bild ist irgendwie eine Feststellung und gleichzeitig vielleicht auch ein Schutzmechanismus. Wenn ich mich selbst so sehe, kann es mich nicht treffen, wenn andere es so sehen. Ich denke, es ist einfach aus Erfahrungen entstanden, bei denen ich gemerkt habe, anders zu sein wie die meisten. Ich finde, das ist auch nichts Abwertendes. Mit der Zeit habe ich mich damit abgefunden, manchmal als komisch aufzufallen, wenn ich Sachen tue, wie ich sie tue. Das können auch Kleinigkeiten sein, die aber oft Fragen aufwerfen. Das Beispiel klingt vielleicht doof, aber wenn ich beispielsweise was aus meiner Jacke brauche und sie irgendwo rumliegt, dann ziehe ich sie einfach zuerst an, weil ich da wie gewohnt in die Tasche greifen kann und sofort finde, was ich brauche. Häufig denken Leute dann, ich stehe einfach auf und will gehen und fragen nach und dann muss ich das erklären. Solche Situationen passieren im Alltag ständig, da fühlt man sich wahrscheinlich irgendwann einfach wie ein Weirdo.

Julia:
Wie erlebst du die klassischen Erwartungen, die im Arbeitsleben an Menschen gestellt werden – und was davon passt für dich überhaupt nicht?

Chris:
Die Erwartungen im klassischen Arbeitsleben sind ja generell eine häufige Belastung. Als ich im Studium in einem Büro mit mehreren Menschen arbeiten musste, war das super anstrengend. Allein das Licht war schon störend und es gibt ständig Ablenkungen, Gespräche, Geräusche und kaum Rückzugsmöglichkeiten. Zwischen den vielen Menschen bin ich auch den ganzen Tag am Masken. Ich mag es auch nicht, mich selbst darzustellen, und schätze mich selbst eher ehrlich und vorsichtig ein. Das bringt mir schon im Bewerbungsprozess Nachteile. Auch das Bewerbungsgespräch stelle ich mir schlimm vor, weil es eine komplett künstliche Situation ist und man muss auf jeden Fall auf alle Höflichkeiten und so weiter achten. Ich mag es auch nicht, blind Anweisungen zu befolgen und habe einen hohen Gerechtigkeitssinn. Das hat mir schon öfter Probleme mit Autoritäten eingebracht und kommt bei Vorgesetzten auch in der Regel eher schlecht an. Bei einem Job im Büro in Vollzeit würde ich nach wenigen Tagen wahrscheinlich komplett überreizt sein und würde mich sehr durchquälen und in der freien Zeit hauptsächlich schlafen und versuchen, mich zu erholen.

Julia:
Du hast dich letztlich dafür entschieden, selbstständig zu arbeiten. Was war für dich der entscheidende Punkt dabei?

Chris:
Da kamen einige Sachen zusammen. Ich war auch sehr depressiv und habe Beschäftigung gesucht, unabhängig vom Verdienst. Gleichzeitig war ich auf der Suche nach einer Perspektive im Leben. Ich konnte mich in meinem Tempo einarbeiten und vorbereiten. Ich habe auch locker ein bis zwei Jahre darüber nachgedacht, bis es passiert ist. Also, als es dann losging, ging es aber ziemlich schnell. Ich habe alles selbst aufgebaut, auf mich abgestimmt und kannte mich genau aus, was zu tun ist. Ich habe für Kundenkontakte und so weiter Strategien entwickelt und führe eigentlich immer das gleiche Anfangsgespräch. Die Abläufe sind klar und ich muss nicht viel darüber nachdenken. Die Arbeitszeiten kann ich frei wählen und sind deutlich geringer. Dadurch kann ich mein Leben flexibler planen. Ich kann auch frei entscheiden, wann ich Urlaub mache oder mir eine Auszeit nehme. Ich arbeite von Zuhause aus in einer angenehmen Umgebung, dadurch spare ich mir viele Reize. Natürlich ist Selbstständigkeit nicht nur einfach. Man muss sich mit mehr Papierkram befassen und hat kein festes Einkommen. Wenn ich krank bin, verdiene ich kein Geld und ich muss mich darauf verlassen oder dafür sorgen, dass die Kunden bezahlen. Insgesamt ist das alles aber deutlich einfacher für mich zu handeln, als sich den ganzen Problemen in einem klassischen Job auszusetzen. Es hat auch keiner was davon, dass ich mich zusätzlich zur eigentlichen Arbeit noch durch diverse Hürden quälen muss, das ist leider einfach nur ein Nachteil für mich.

Julia:
Was hast du im Laufe der Jahre über dich gelernt und welche Strategien hast du entwickelt, damit dein Alltag für dich besser funktioniert?

Chris:
Über die Jahre habe ich mal mehr oder mal weniger bewusst ganz viele Routinen für häufig auftretende Situationen erarbeitet. Wenn es funktioniert, mache ich es dann einfach immer so. Vor allem habe ich gelernt, wie wichtig Planung ist. Ich hänge sehr an meinem Kalender und trage alles ein, was ich mir vornehme. Genauso wichtig ist es, z. B. das Essen zu planen. Wenn ich nicht einplane, was ich an dem Tag essen kann und wann und auch wie viel Zeit ich einräumen muss für Zubereitung oder so, dann passiert es einfach nicht oder ist am Ende einfach eine Tüte Chips oder so und sonst nichts.

Wenn ich erkenne, ich bin überreizt, nutze ich Freizeit möglichst dazu, mich zu erholen. Ich lege mich hin und mache die Augen zu und meistens feuert mein Hirn die ganze Zeit Bilder und Gedanken. Lauter Situationen, die kürzlich passiert sind, ploppen auf, aber auch viel wirres Rauschen. Das kann dann auch mal länger gehen, aber danach bin ich sehr erleichtert und deutlich ruhiger. Auch Atemübungen helfen mir in kurzen akuten Situationen. Wenn sich über längere Zeit viel anstaut, versuche ich nur noch das Nötigste zu machen und mir viel Zeit zum Schlafen einzuräumen.

Ich kommuniziere recht offen, dass ich Autist bin und versuche zu erklären, wie es zu deuten ist, wenn ich vielleicht distanziert wirke oder so. Ich frage auch nach, wie Sachen gemeint sind, wenn ich die Erfahrung gemacht habe, dass man das unterschiedlich meinen kann. Auch dass ich manchmal Spezialinteressen habe über einen längeren Zeitraum und die wieder verpuffen, ist für mich mittlerweile normal. Ich versuche auf mich zu achten, indem ich mich nicht Sachen aussetze, die unangenehm sind. Ich habe auch gelernt, dass es okay ist, wenn mich viele Sachen einfach nicht interessieren, die viele für normal oder wichtig halten.

Julia:
Du hast einmal darüber nachgedacht, was passieren könnte, wenn du bestimmte Dinge irgendwann nicht mehr so gut kompensieren kannst. Wie geht es dir mit diesem Gedanken?

Chris:
Das wurde mir tatsächlich bei der Diagnostik gesagt. Dass meine Kompensation im Alter nachlassen kann. Das macht mir Angst, weil ich in dem Fall davon abhängig bin, wirklich von Menschen akzeptiert zu werden, um nicht einsam zu sein. So kann ich in Zweifel viel in sozialen Situationen übernehmen und falle nicht auf. Ohne meine Anpassung kann es viel leichter passieren, dass ich missverstanden werde, dass ich Sachen, die nicht passen, nicht verbergen kann und dass ich einfach als anstrengend wahrgenommen werde. Bestenfalls habe ich da Menschen um mich herum, die mich bereits gut genug verstehen und mit mir umgehen können, ohne dass es zu großen Problemen kommt.

Julia:
Wenn du Autismus nicht nur als Diagnose, sondern als Teil deiner Art zu funktionieren betrachtest: Was bedeutet Autismus für dich persönlich?

Chris:
Es ist für mich schwer genau zu sagen, was alles in meinem Leben allein dem Autismus zuzuordnen ist und was anders sein könnte. Ich kenne es letztendlich nicht anders. Mir fallen immer wieder Unterschiede zu anderen Personen auf, die ziemlich unbedeutend sind. Viele Orte sind nicht für mich gemacht und deshalb eher unangenehm, das ist ein Nachteil, aber auch das kenne ich nicht anders. Ich mag es, analytisch zu denken und so viele Details erkennen zu können und stelle es mir anders langweilig und trist vor. Ich habe das Gefühl, ich habe auf der anderen Seite viel mehr Ruhe als andere, weil soziale Normen und Erwartungen für mich nicht selbstverständlich sind. Ich rege mich über viele Sachen nicht auf, weil es mir z. B. egal ist, ob jemand sehr höflich ist oder vielleicht Umgangsformen nicht so beachtet. Ich finde, Leute machen oft unnötige Sachen „weil man es so macht“ oder aus Emotionen oder so. Ich finde für mich häufig einfachere oder bessere Lösungen und finde es cool, dass ich das kann.

Am Ende gehört alles zu mir und ich kann es nicht ablegen. Ich kann mir vorstellen, dass viele nicht mit mir tauschen wollen würden, aber ich würde genauso mit den meisten Menschen nicht tauschen wollen.

Julia:
Vielleicht kannst du erklären, wie das mit Sarkasmus ist. Wie war das für dich, als du das nicht verstehen konntest?

Chris:
Ne, da sehe ich schon nen Unterschied. Aber da habe ich glaub ich gelernt, dass Leute nicht immer ernst meinen, was sie sagen, sondern mit Absicht was anderes. Wenn sie sarkastisch sind, meinen die das Gesagte ja auch nicht inhaltlich so. Den Sarkasmus versuche ich immer am Ton zu erkennen oder abzugleichen, ob es zu den Infos passt, die ich zur Person habe. Wobei da auch jeder einen anderen Tonfall haben kann, das lerne ich dann individuell.

Julia:
Oder das mit den Sprichwörtern?

Chris:
Sprichwörter werden von Autisten häufig nicht verstanden. Ich stell mir das immer bildlich vor und finde es meistens sehr witzig. Aus der Situation heraus kann ich mir oft ungefähr erschließen, was es bedeutet. Viele Sprichwörter habe ich so mit der Zeit gelernt. Manchmal ist es für mich aber so random, dass ich wirklich keine Ahnung habe, was es bedeuten soll, dann frage ich meistens nach. Zuletzt fällt mir ein, war es das Sprichwort „wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen“.

Julia:
Und ich glaube, es hat die Frage gefehlt, wie das mit Gefühlen ist. Also wie nimmst du Gefühle wahr, wie fühlst du sie? Viele denken ja oft, dass Autisten keine Gefühle haben. Wie würdest du das erklären?

Chris:
Gefühle nehme ich nicht immer so gut wahr. Im stressigen Alltag können die oft untergehen oder schwer einzuordnen sein. An entspannten Tagen spüre ich sie deutlich und ich nehme sie auch sehr intensiv wahr und kann sie auch einfacher benennen. Ich zeige sie nicht automatisch durch Mimik oder Gestik, deswegen sind Gefühle von außen auch schwer zu erkennen oder werden auch falsch eingeordnet. Oft muss ich bewusst in mich hineinhören, um mir klar zu werden, was ich gerade fühle. Dabei nehme ich das Rad der Gefühle her, um sie besser einzuordnen und sie auch einfacher einer Basisemotion zuzuordnen. Das hilft mir dann im Umgang mit meinen Gefühlen, weil ich dann verstehe, wo sie herkommen und welches Bedürfnis dahinter steht. Die Fehlannahme, dass Autisten nichts fühlen, kommt eben daher, dass sie Gefühle anders äußern. Auch das lange Erzählen über ein Spezialinteresse oder so kann ein Zeichen von Zuneigung sein, das vielleicht ungewohnt ist oder nicht als solches gesehen wird.

Julia:
Und zum Schluss: Was möchtest du anderen Menschen mitgeben, die selbst autistisch sind, jemanden mit Autismus kennen oder einfach besser verstehen möchten, was Autismus bedeuten kann?

Chris:
Seid nett zueinander und hört Menschen zu.
 

ANLAUFSTELLEN UND HILFE

 

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