Bunte Innenwelten
Zwischen Rausch & Realität 

Für Tommy gehörte Alkohol schon früh zum Alltag. Was zunächst selbstverständlich und gesellschaftlich akzeptiert war, entwickelte sich über Jahre zu einem Problem. Gleichzeitig wuchs eine psychische Belastung, die irgendwann nicht mehr zu verdrängen war.


Julia:
Wenn du deine Geschichte erzählen möchtest: Wo würdest du anfangen?

Tommy:
Ich glaube, es fing schon ziemlich früh in der Kindheit oder Jugend an. Von vielen Erwachsenen wurde mir vorgelebt, wofür man Alkohol benutzt und was man damit verbindet.

Chris:
Wann hast du zum ersten Mal mitbekommen, dass es Alkohol gibt?

Tommy:
Das war wesentlich früher, als ich selbst zum ersten Mal getrunken habe. Bei Familienfeiern war es damals oft die Aufgabe der Kinder, die Erwachsenen zu bedienen und sich um die Getränke zu kümmern. So wurde einem spielerisch vermittelt, dass Alkohol ganz selbstverständlich dazugehört.

Julia:
Wann hast du zum ersten Mal selbst Alkohol getrunken?

Tommy:
Mit zwölf oder dreizehn, beim Saisonabschlusstraining im Fußballverein. Wir hatten in der Clique ausgemacht, dass jeder etwas mitbringt. Damals war es verdünnter Sangria.

Julia:
War das eine schöne Erfahrung?

Tommy:
Nein, im Nachhinein nicht. Es war keine besonders gute Idee, beim Fußballtraining so viel zu trinken. Bei einem jungen, unerfahrenen Körper wirkte das noch einmal anders. Dafür gab es damals auch einen ordentlichen Einlauf.

Julia:
Hat dich das davon abgehalten, später wieder zum Alkohol zu greifen?

Tommy:
Nein. Es war ein schleichender Prozess. Zunächst war es eher dieses „jung und dumm“: Man kann am Wochenende trinken, und am Montag passt es schon wieder. Später traf man sich ganz selbstverständlich auf ein oder zwei Getränke. Irgendwann reichte das aber nicht mehr.

Chris:
Bist du nach dem ersten Mal direkt auf den Geschmack gekommen, oder hast du zunächst wieder aufgehört?

Tommy:
Ich hatte ungefähr zwei Tage Kopfschmerzen und dachte erst einmal: Das lassen wir lieber sein. Fürs Leben abgeschreckt hat es mich aber nicht.

Julia:
Ab wann würdest du sagen, dass du abhängig warst? Wann ging es nicht mehr ohne?

Tommy:
Das verlief in Höhen und Tiefen. Ungefähr ab 22 hatte ich Phasen, in denen ich regelmäßig und viel trank, auch unter der Woche. Dann gab es wiederum Wochen, in denen ich gar nichts trank. Genau deshalb ist es so schwer zu erkennen: Es ist ein schleichender Prozess. Am Anfang bewegte ich mich noch in einer Grauzone zwischen Missbrauch und Abhängigkeit.

Julia:
Gerade das Trinken in Gesellschaft macht es wahrscheinlich schwierig, ein Problem zu erkennen. In der Jugend und im Freundeskreis ist ständig etwas los, und Alkohol gehört oft einfach dazu. Ab wann wurde das Trinken für dich etwas, das nicht mehr nur in Gesellschaft stattfand?

Tommy:
Allein zu trinken war für mich eine weitere Stufe. Es wurde gefährlicher, weil keine zweite Person mehr mitbekam, wie viel und was ich trank. Es ist ein Unterschied, ob man in Gesellschaft trinkt oder ob man den Alkohol für sich allein braucht, um zur Ruhe zu kommen.

Julia:
Kannst du dich daran erinnern, wie es anfing, allein zu trinken?

Tommy:
So richtig habe ich den Übergang damals gar nicht bemerkt. Ich erinnere mich an einen Winterabend: Draußen war es nass und kalt, ich war allein, wusste nicht, was ich machen sollte, heizte die Wohnung und schaute etwas auf YouTube. Irgendwann gehörte das Trinken zu diesem Ablauf, und daraus entstand ein Rhythmus.

Chris:
Bei vielen beginnt das alleinige Trinken mit einem Feierabendbier oder einem Getränk vor dem Einschlafen. War das bei dir auch so?

Tommy:
Das gab es alles. Nach der Arbeit oder einer Spätschicht redete ich mir ein, ich bräuchte das, weil ich noch aufgeheizt war. Ich musste überall funktionieren, sollte zeitnah schlafen und am nächsten Morgen wieder aufstehen. Man sagt sich dann, man könne mit Alkohol besser schlafen oder etwas für die Nerven tun. Im Grunde redet man sich das ganze Thema schön.

Chris:
Man glaubt, besser funktionieren zu können.

Tommy:
Genau das bildet man sich ein. Man zwingt sich mit dem Alkohol in einen Ruhemodus, um am nächsten Tag wieder funktionieren zu können. Dabei schläft man nicht besser, weil der Körper das Gift erst abbauen und ausscheiden muss.

Julia:
Wurde dadurch auch dein Kopf ruhiger?

Tommy:
Ja. Das Grübeln und die Selbstgespräche wurden weniger, ebenso die tiefgründigen Überlegungen. Ich hoffte, mich dadurch nicht mehr mit allem auseinandersetzen zu müssen.

Julia:
Welche vermeintlich positiven Wirkungen hattest du damals mit dem Trinken verbunden?

Tommy:
Ich meinte, dadurch abschalten, Situationen aus dem Weg gehen und besser schlafen zu können. In der Theorie glaubte ich sogar, morgens besser aufstehen zu können. Tatsächlich machte die Trinkerei nichts besser. Ich betäubte mich, anstatt mich zu erholen.

Auch Langeweile, Liebeskummer oder Todesfälle waren Anlässe. Selbst bei positiven Ereignissen hieß es: „Cool, darauf können wir ein Glas trinken.“ Es wurde einem vorgelebt, und dadurch erschien es normal. Wenn man trinken wollte, fand sich immer irgendein Grund.

Julia:
Ich habe einmal erlebt, dass Menschen „Christbaumloben“ gemacht haben. Man ging von Haus zu Haus, schaute sich den Christbaum an und stieß darauf an. Mich hat beeindruckt, wie leicht sich für alles ein Anlass zum Trinken finden lässt.

Tommy:
Das gab es sogar bei Aktionen für einen guten Zweck. Wenn zum Beispiel Spenden für einen Verein gesammelt wurden, sagte jemand: „Ihr bekommt den Sachpreis, wenn diese Flasche leer ist.“ Dann stand man da und dachte: Es ist für den Verein, also müssen wir das natürlich machen. Es war immer irgendein Grund da.

Julia:
Ich finde es krass, wie sehr das Thema Alkohol kleingeredet wird.

Chris:
Alkohol ist in vielen Situationen sehr normalisiert. Wie blickst du heute darauf? Kennst du inzwischen andere Wege, die dieselben Bedürfnisse besser erfüllen?

Tommy:
Definitiv. Ich unternehme viel mit meiner Frau. Mich entspannt zum Beispiel Kochen. Wenn ich nur Gemüse schneide, bin ich schon ein anderer Mensch. Wir verbringen auch schöne Tage in der Therme. Ich versuche, mir bewusst andere Möglichkeiten zu schaffen.

Für akuten Suchtdruck habe ich kleine Kugeln aus Holz beziehungsweise Kunststoff. Wenn mich etwas stresst oder nervös macht, kann ich damit spielen und einen anderen körperlichen Reiz setzen. Dann merke ich: Ich brauche jetzt nicht unbedingt ein Bier, sondern kann mich auf eine andere Weise ablenken.

Julia:
Du hast auch Getränke als Ersatz erwähnt.

Tommy:
Für mich ist Kaffee inzwischen zu einem Genussgetränk geworden. Früher bildete ich mir ein, dass mich ein Bier beruhigt. Heute weiß ich, dass es mir oft um die Zeit geht, die ich zum Runterfahren brauche. Wenn ich mir einen Kaffee oder Tee zubereite und ihn langsam trinke, habe ich ungefähr dieselbe Zeit, um mich wieder zu fokussieren.

Manche nennen das Suchtverlagerung. Für mich geht es dabei aber eher um den Geschmack und die bewusste Pause. Kaffee schadet mir deutlich weniger als Alkohol.

Julia:
Welche Schäden hast du durch den Alkohol selbst erlebt?

Tommy:
Organisch sind mir glücklicherweise bisher keine irreparablen Schäden bekannt. Aber die Belastung im Kopf und die verlorenen Stunden bekomme ich nicht zurück.

Chris:
Wiegen für dich die körperlichen oder die sozialen Folgen schwerer?

Tommy:
Definitiv die sozialen. Der Körper kann sich teilweise mit der Zeit erholen. Aber was an sozialen Kontakten, Vertrauen, Menschlichkeit und Zuneigung verloren gegangen ist, wiegt sehr schwer.

Julia:
Das ist interessant, weil Alkohol nach außen oft Verbindung zu schaffen scheint. Menschen treffen sich am Stammtisch, sagen: „Komm noch auf ein Bier vorbei“, und erleben sich als Gruppe. Gleichzeitig sagst du, Alkohol mache einsam.

Tommy:
Man kann sich natürlich auf einen Kaffee oder ein Bier zusammensetzen. Aber mit wie vielen Menschen kann man wirklich präsent über schwierige Themen sprechen? Am Stammtisch kann jeder über Alltagsthemen reden. Wenn es darum geht, wie es in einem aussieht oder wie es der Familie geht, wird sich oft darüber lustig gemacht. Mit den meisten Menschen konnte ich darüber nicht reden.

Ich kenne vielleicht zwei Leute, mit denen auch nach einem Getränk noch ein sachliches, tiefes Gespräch möglich war. Bei vielen anderen wurde das Gesagte später wieder hervorgeholt oder ins Lächerliche gezogen. Danach dachte ich: Dort brauche ich mich nicht mehr blicken zu lassen. Dann trank ich lieber allein – und der Kreislauf ging weiter.

Chris:
Man kann durch Alkohol zwar mit Menschen in Kontakt kommen, aber eine tiefe Verbindung wird dadurch nicht unbedingt möglich.

Tommy:
Genau. Menschen reagieren außerdem sehr unterschiedlich, wenn sie betrunken sind. Manche werden aggressiv, andere anhänglich oder melancholisch. Wenn diese verschiedenen Reaktionen aufeinandertreffen und die Beteiligten nicht damit umgehen können, wird es schwierig.

Julia:
Hast du so eine Situation selbst erlebt?

Tommy:
Ja. Manchmal glaubt man, jemandem sein Herz ausschütten zu können, und dann wird sich darüber lustig gemacht oder aufgeregt. Irgendwann wird man wütend, müde oder will einfach nur weglaufen. Unter Alkohol ist vieles passiert – bis hin zu Streit oder Prügeleien im Umfeld.

Julia:
Wie unterscheidet sich der nüchterne Tommy vom betrunkenen Tommy?

Tommy:
Der nüchterne Tommy ist eher zurückhaltend, nachdenklich und hört zu. Der betrunkene Tommy ist zu forsch und fordernd: „Das muss jetzt sein, und das muss auch noch sein.“ Es kann sinnvoll sein, etwas zu tun, aber die Art, wie er es macht, ist nicht immer sinnvoll.

Die schlimmsten emotionalen Zusammenbrüche hatte ich immer, wenn ich etwas getrunken hatte. Natürlich darf man Gefühle zeigen. Durch den Alkohol wurden die Ausbrüche aber wesentlich intensiver und schwieriger zu kontrollieren.

Chris:
Wenn du heute rückfällig wirst: Hat der Alkohol dann noch irgendeinen positiven Effekt für dich, oder wird ab diesem Moment eigentlich alles schlechter?

Tommy:
Dann wird ziemlich viel ziemlich schlecht. Das Positive ist höchstens, dass ich aus Rückfällen gelernt habe und mir heute gezielt Hilfe suchen kann. Ich kenne telefonische Anlaufstellen, therapeutische Angebote und Menschen, die ich ansprechen kann: „Mir geht es gerade überhaupt nicht gut. Hast du eine ruhige Minute für mich?“ Dann können wir gemeinsam überlegen, was ich tun kann.

Wenn ich merke, dass ein Rückfall kurz bevorstehen könnte und meine Kugeln oder ein Kaffee nicht mehr helfen, brauche ich stärkere Reize. Mir hilft es, in sehr kaltes Wasser zu steigen oder kalt zu duschen und mich auf meine Atmung zu konzentrieren. Dadurch kann ich den geistigen Input herunterfahren. Im Winter kann es auch helfen, kurz in den Schnee zu gehen. Solche Reize haben mir schon oft geholfen.

Julia:
Gehen wir noch einmal zurück zu dem Moment, in dem du erkannt hast, dass du ein Problem hast und Hilfe brauchst. Kam diese Erkenntnis von dir selbst oder haben dich andere Menschen dazu gebracht?

Tommy:
Eine Bekannte sagte einmal zu mir: „So, wie ich dich anschaue, Tommy, hast du Probleme in dir.“ Ich dachte damals, das sei Blödsinn. Depressionen und Antriebslosigkeit hätten nur leistungsschwache Menschen, glaubte ich. Danach vergingen noch Tage und Monate. Irgendwann war ich so instabil und kaputt, dass ich in der medbo in Regensburg landete. Dort merkte ich zum ersten Mal richtig: Hoppala, hier läuft etwas verdammt schief.

Julia:
Wie bist du damals dorthin gekommen?

Tommy:
Meine Familie rief den Rettungsdienst, weil ich meine Emotionen nicht mehr steuern konnte und mir selbst nicht guttat. Ich wurde zunächst überwacht und kam danach zum Gespräch in die medbo. Es war die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, in der nur wenige Kapazitäten verfügbar waren. Ich versicherte glaubwürdig, dass ich so bald wie möglich meine erste stationäre Therapie beginnen würde. Direkt nach dem Dreikönigstag trat ich sie an.

Julia:
Wie war dieser erste Aufenthalt für dich?

Tommy:
Dort merkte ich: Du bist mit deinem Problem gar nicht allein. Es gibt Menschen, die dir zuhören und ernst nehmen, was du sagst. Ich war sechs oder sieben Wochen dort und trat meine erste große Reise zur Selbstfindung an. Danach ging es mir zunächst relativ gut.

Julia:
Welche Diagnose hast du damals bekommen, und was hatte zu dieser Krise geführt?

Tommy:
Ich bekam die Diagnose einer Überlastungsdepression. In sehr kurzer Zeit war viel zu viel von mir verlangt worden – bei der Arbeit und privat. Dazu kamen Todesfälle. Für mich war es der blanke Horror.

Julia:
Ist eine Überlastungsdepression mit einem Burnout vergleichbar?

Tommy:
Sozusagen.

Julia:
An wen können sich Menschen wenden, wenn sie merken, dass es ihnen psychisch sehr schlecht geht?

Tommy:
Ein erster Weg kann zum Hausarzt führen, der einen meist schon länger kennt. Es gibt außerdem telefonische Anlaufstellen wie die Caritas oder Krisendienste. Man kann sich auch direkt bei einer psychiatrischen Einrichtung melden. Je nach Weg braucht man möglicherweise eine Überweisung vom Hausarzt oder einem Facharzt.

Bei mir war die Situation bereits so weit eskaliert, dass ich zunächst stationär aufgenommen wurde. Nach der Entlassung suchte ich auf Empfehlung nach Therapeuten.

Julia:
Wann ist aus deiner Sicht der richtige Zeitpunkt, aufmerksam zu werden und sich Hilfe zu suchen?

Tommy:
Sobald der Körper die ersten Anzeichen setzt. Mir schlug damals alles auf den Magen. Ich konnte nicht mehr richtig essen und trinken. Auch Schlafprobleme können ein Zeichen sein. Eine einzelne schlechte Nacht ist etwas anderes. Wenn solche Beschwerden aber über Wochen anhalten, sollte man hellhörig werden. Mein Hausarzt sagte später zu mir: „Da hättest du schon viel früher reagieren müssen.“

Julia:
Oft heißt es, man müsse achtsam sein und die Warnzeichen erkennen. Wenn man mitten in der Situation steckt, denkt man aber wahrscheinlich kaum darüber nach, ob gerade etwas falsch läuft.

Tommy:
Man funktioniert einfach, weil die Gesellschaft es so erwartet. Bevor man nicht auf den eigenen Körper hört und merkt, dass es so nicht mehr weitergeht, erkennt man oft gar nicht, dass man Hilfe braucht.

Chris:
Egal, welche Signale man wahrnimmt: Wenn man ihnen keinen Raum gibt, hat man wenig Chancen, etwas zu verändern.

Wie siehst du heute deine damalige Überzeugung, Depressionen hätten nur leistungsschwache Menschen?

Tommy:
Heute denke ich, dass diese Haltung zeigt, wie verkorkst das Denken vieler Menschen noch ist. Was man nicht sieht, hat man angeblich auch nicht. Wenn einem nicht der halbe Arm fehlt, könne man nicht krank sein. Aber der Geist gehört zum Körper. Ein gesunder Kopf gehört zu einem gesunden Leben, und solange es mir psychisch nicht gut geht, kann ich auch nicht richtig funktionieren.

Julia:
Was würdest du deinem jüngeren Ich heute sagen?

Tommy:
Hör auf deinen Körper und reflektiere, was gerade passiert. Tu nicht so, als wäre alles in Ordnung, sondern suche dir Hilfe und höre auf Menschen, die solche Veränderungen vielleicht schon früher an dir bemerken.

Chris:
Was hättest du damals gebraucht, um diesen Rat annehmen zu können?

Tommy:
Wahrscheinlich mehr Kontakt zu Menschen, die selbst Erfahrung damit haben. Ein Hinweis hätte bei mir vermutlich nicht gereicht. Ich hätte jemanden gebraucht, der wiederholt sagt: „Wenn es dir nicht gut geht, können wir darüber reden. Ich kenne mich ein wenig aus. Ich kann dir zeigen, wo du mit einem Psychologen oder Psychiater sprechen kannst, oder dich zu einer Gruppe mitnehmen.“ Jemand hätte mich früher an die Hand nehmen müssen.

Julia:
Hätte das auch eine nahestehende Person aus deiner Familie tun können, oder war die Distanz dieser Bekannten wichtig?

Tommy:
Bevor man selbst versteht, dass man Depressionen hat, möchte man gerade in der Familie vielleicht nicht schwach dastehen. Deshalb war eine außenstehende Person vermutlich besser. Besonders hilfreich wäre es gewesen, wenn jemand offen gesagt hätte: „Ich habe selbst Depressionen. Möchtest du dir das Thema einmal genauer anschauen?“ Dann wäre vielleicht vieles anders gelaufen.

Julia:
Wie kann man sich einen stationären Aufenthalt vorstellen? Viele Menschen haben davor vermutlich Angst oder denken an eine „Gummizelle“.

Tommy:
Mein erster Aufenthalt war während der Corona-Zeit. Damals wurden Menschen getestet und zunächst in ihre Zimmer gebracht. An der Tür hing ein großes gelbes Schild, und ich dachte: „Wo bin ich hier gelandet?“ Hätte man mir vorher erklärt, dass es nur um das Testergebnis ging, hätte ich weniger Angst gehabt.

Dort sind aber Menschen wie du und ich. Vieles findet in Gruppen statt. Man versucht, aus dem bisherigen Alltag herauszukommen und wieder mehr zu sich zu finden. Wir machten Sport, arbeiteten handwerklich und gingen lange durch Regensburg. Durch Corona waren Besuche und soziale Kontakte stark eingeschränkt. Teilweise fühlte man sich deshalb trotzdem isoliert.

Julia:
Wie reagierten die Menschen aus deinem damaligen Freundeskreis auf den Klinikaufenthalt?

Tommy:
Manche sagten: „Es wird schon einen Grund geben, warum er das braucht.“ Andere interessierte es gar nicht. Einzelne riefen an und fragten, wie es mir geht. Zu einigen dieser Menschen habe ich heute noch Kontakt. Das sind die Menschen, auf die ich mich auch bei schlechtem Wetter verlassen kann. Viele andere waren eher Bekannte als echte Freunde.

Julia:
Die ersten sechs oder sieben Wochen haben ein Umdenken angestoßen, aber offenbar noch nicht ausgereicht. Wie ging es danach weiter?

Tommy:
Nach meiner Rückkehr versuchte ich, einen Therapieplatz zu finden. Das war eine Katastrophe: Es gab viel zu wenige freie Plätze. Irgendwann geriet ich wieder in mein altes Fahrwasser, weil ich Teil einer Gesellschaft war, in der ich weiter funktionieren musste.

Meine damalige Medikation reichte irgendwann nicht mehr aus. Ich bekam etwas anderes, das mich stärker antreiben sollte. Schließlich konnte ich nicht mehr steuern, wann ich leisten wollte, wann ich müde war und wann ich schlafen musste. Das wurde so schwierig, dass ich noch einmal nach Regensburg musste.

Julia:
Kam es zu diesem zweiten Aufenthalt wegen eines Alkoholrückfalls oder weil erneut etwas anderes passiert war?

Tommy:
Es war erneut etwas passiert. Alkohol spielte dabei ebenfalls eine Rolle. Hauptsächlich kam ich aber mit der Wirkung der Medikamente nicht mehr zurecht.

Julia:
Wie ging es danach weiter?

Tommy:
Bei diesem Aufenthalt hatte ich zum ersten Mal Kontakt zum Sozialdienst. Dort wurde mir empfohlen, eine Reha zu beantragen, die schließlich auch genehmigt wurde. Durch die beiden Aufenthalte in der medbo und die Reha merkte ich: Es gibt ein Leben ohne Alkohol.

Julia:
Was hat dir während der Reha diese Erkenntnis ermöglicht?

Tommy:
Ich wurde stärker begleitet und hatte mit der Klinik vereinbart, dass jederzeit ein Alkoholtest gemacht werden durfte. Vor allem erlebte ich aber wochenlang, dass Alkohol mich nicht interessierte. Ich trank nichts, brauchte es nicht, konnte mich anders ablenken und amüsieren und hatte andere Menschen um mich. Es funktionierte.

Bei einem Alkoholtest gab es einmal eine kuriose Situation. Ich hatte kurz vorher geraucht, mir die Zähne geputzt und Mundspülung benutzt. Das Gerät zeigte zunächst 4,2 Promille an, obwohl ich völlig nüchtern war. Nach dem Ausspülen und mehreren Wiederholungen sank der Wert innerhalb kurzer Zeit immer weiter. Ich hatte große Angst, sofort entlassen zu werden. Für das Behandlungsteam war aber nachvollziehbar, dass die Mundspülung das Ergebnis verursacht hatte.

Julia:
Wie sehr achtest du heute darauf, die richtigen Menschen um dich zu haben und Situationen zu vermeiden, die dich zum Trinken verleiten könnten?

Tommy:
Sehr. Ich habe meinen Freundeskreis aussortiert und meide Veranstaltungen, bei denen von mir erwartet wird, dass ich trinke, weil man mich von früher so kennt. Auf einen beliebigen Weihnachtsmarkt kann ich gehen. Den Weihnachtsmarkt oder die Kirchweih im Dorf tue ich mir aber nicht mehr an.

Julia:
Vermisst du die Menschen, von denen du dich dadurch getrennt hast?

Tommy:
Nein. Mit den Menschen, die für mich wertvoll sind, kann ich weiterhin reden und etwas unternehmen. Meine Kontaktliste ist sehr klein geworden, aber das gibt mir mehr Ruhe und Frieden. Früher überlegte ich ständig, wen ich anrufen könnte, wo sich die anderen treffen und wo ich dazukommen könnte. Heute bekomme ich viele dieser Informationen gar nicht mehr – und gerate dadurch auch nicht in Versuchung, hinzugehen.

Julia:
Es sind aber auch neue Kontakte entstanden.

Tommy:
Das stimmt. In der Reha habe ich meine Seelenpartnerin, meine heutige Frau, kennengelernt. Wir sind inzwischen fast ein Jahr verheiratet und kennen uns seit ungefähr dreieinhalb oder vier Jahren. Dort lernte ich außerdem weitere nette Menschen kennen, zu denen ich bis heute guten Kontakt habe.

Julia:
Ihr seid euch als zwei Menschen mit unterschiedlichen Belastungen begegnet. Hat das Verständnis füreinander eine Verbindung geschaffen?

Tommy:
Grundsätzlich ja. Unser Start war sehr schön, weil ich mein größtes Problem damals nach und nach besser unter Kontrolle bekam. Das blieb aber nicht immer so. Die Beziehung geriet auch in Krisen, weil ich trank, Dinge verheimlichte und nicht ehrlich war. Das kostete sehr viel Kraft, Energie und Vertrauen. Dieses Vertrauen bauen wir nun nach und nach wieder auf.

Julia:
Gab es einen Moment, in dem du Angst hattest, sie wegen des Alkohols zu verlieren? War das ein Grund, noch einmal umzudenken?

Tommy:
Das war ein Hauptgrund – zusammen mit vielen kleinen Gründen. Ich sagte mir: Diese Beziehung ist es mir nicht wert, wegen dieses Scheißes in die Brüche zu gehen. Meine Frau unterstützt mich sehr. Wenn wir kochen oder etwas vorbereiten, achten wir darauf, dass es alkoholfrei bleibt.

Ich glaube bei mir nicht, dass allein der Geschmack einen Rückfall auslöst. Es geht eher um die Wirkung und die jeweilige Situation. Trotzdem vermeiden wir Alkohol aktiv. In normalen Lebensmitteln lässt er sich vermutlich nicht immer zu hundert Prozent ausschließen. Aber wir kochen zum Beispiel mit alkoholfreiem Wein und backen keine Eierlikörtorte.

Bei meinen Schwiegereltern gab es einmal versehentlich normalen statt alkoholfreien Sekt. Ich roch sofort, dass Alkohol darin war. Nachdem wir die Flasche überprüft hatten, war klar, dass beim Kauf eine Verwechslung passiert war. Ich sagte einfach: „Das brauche ich nicht.“ Auch auf einer Hochzeit bleibe ich konsequent. Selbst wenn meine Frau fahren könnte, sage ich: „Ich fahre heute und trinke nichts.“

Julia:
Wie bist du schließlich zu unserer Selbsthilfegruppe gekommen?

Tommy:
Es ging hauptsächlich um das Thema Alkohol und darum, dass wir nicht wussten, wie es wegen der schwierigen Therapeutensuche weitergehen sollte. Dann stießen wir auf Jungaktiv und Gemeinsam. Mich dort anzumelden, war definitiv eine meiner wichtigsten Entscheidungen.

Julia:
Du hast im Laufe deines Lebens auch therapeutische Hilfe bekommen. Was unterscheidet sie für dich von der Selbsthilfegruppe? Was gibt dir die Gruppe?

Tommy:
Gute Therapeuten sind nicht leicht zu finden. In der Gruppe wissen mehrere Menschen, was passiert ist und wie es mir geht. Wenn ich meinen Therapeuten nicht erreiche, weiß ich, dass die Gruppe für mich da ist. Ich habe nicht nur einen einzelnen Halt, sondern viele Menschen, die mich als Gruppe auffangen und stärken.

Julia:
Ist die Regelmäßigkeit der Treffen ein wichtiger Bestandteil deiner Stabilität?

Tommy:
Auf jeden Fall. Ich bin tatsächlich traurig und ärgere mich, wenn ich wegen der Arbeit nicht kommen kann.

Julia:
Nun steht dir eine weitere Reha bevor. Warum hast du dich entschieden, diesen Schritt noch einmal zu gehen?

Tommy:
Ich merkte, dass es durch die Gruppe und die therapeutische Unterstützung besser wird, aber noch nicht vollständig gut ist. Ich muss meine Fähigkeiten intensivieren, verbessern und so lernen, dass sie für mich jederzeit greifbar sind. Dafür muss ich über einen längeren Zeitraum aktiv Hilfe annehmen.

Telefonate, die Selbsthilfegruppe, Therapeuten und die Caritas helfen. Schwierig wird es, wenn diese Menschen in einem kritischen Moment nicht erreichbar sind und ich ganz auf mich gestellt bin. Deshalb möchte ich mein persönliches Notfallprotokoll so gut verinnerlichen, dass ich auch dann weiß, was zu tun ist.

Julia:
Vor einiger Zeit gab es nach einer Gruppenstunde einen Tiefpunkt. Wir hatten über Suizid gesprochen, und das Thema arbeitete in dir weiter. Am nächsten Tag hast du zum Alkohol gegriffen. Als du gemerkt hast, dass es in eine sehr düstere Richtung ging, hast du die Notbremse gezogen und versucht, Menschen anzurufen. Wie blickst du heute darauf?

Tommy:
Ich versuchte, mir aktiv Hilfe zu holen, konnte sie aber nicht sofort vollständig abrufen. Dadurch wurde die Situation immer schwieriger. Nachdem ich bereits etwas getrunken hatte, merkte ich: Stopp, jetzt muss ich die Notbremse ziehen. Dann rief ich jemanden an. Am nächsten Tag fühlte ich mich schlecht, weil ich geglaubt hatte, überhaupt Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen.

Julia:
Wir haben dir immer wieder gesagt, dass du in dieser Situation gut reagiert hast. Natürlich wäre dein Ziel, schon vor dem ersten Getränk Hilfe zu holen. Hat der Vorfall dazu beigetragen, dass die bevorstehende Reha für dich noch wichtiger wurde?

Tommy:
Ja. Die Reha war zu diesem Zeitpunkt bereits beantragt, aber durch den Vorfall wurde ihre Bedeutung noch einmal wesentlich größer.

Julia:
Was bedeutet diese Reha konkret für dich?

Tommy:
Es ist eine Langzeittherapie über zwölf oder dreizehn Wochen. Ich bin also ziemlich lange von zu Hause weg. Das löst ein mulmiges Gefühl aus: Ist alles erledigt? Schaffen es die Menschen zu Hause ohne mich? Inzwischen habe ich aber alles getan, was in meiner Macht steht, damit der Übergang funktioniert, die Wohnung warm ist und etwas zu essen da ist.

Jetzt ist die Zeit gekommen, in der ich sagen kann: Ich bin dran. Ich darf auf mich schauen. Vielleicht kann ich als ein besserer Mensch daraus hervorgehen. Das ist eine ganz andere Einstellung als früher.

Chris:
Du hast heute viele unterschiedliche Möglichkeiten, schwierige Gefühle zu bewältigen. Was macht es mit dir, dass so einfache Mittel wie deine Kugeln, Eiswürfel oder eine kalte Dusche helfen können und dafür kein so heftiges Mittel wie Alkohol notwendig ist?

Tommy:
Rückblickend ist es faszinierend, wie sehr ich mich dem Alkohol verschrieben hatte, um meine Probleme zu lösen. Die magnetischen Kugeln helfen mir beim Konzentrieren und Arbeiten. Wenn ich eine sehr schlechte Phase habe, kommen stärkere Dinge wie eine kühlende Migränemaske, Eiswürfel oder kaltes Duschen dazu. Es gibt so viele Möglichkeiten, sein Leben zu leben, ohne sich derart zu schaden.

Chris:
Auch diese stärkeren Reize sind noch sehr weit von einem Vollrausch entfernt.

Tommy:
Richtig. Es gibt viele Wege, das eigene Leben unbeschadeter zu führen. Was Alkohol mit einem Menschen macht, darf man sich nicht schönreden.

Julia:
Wenn Alkohol in deinem Leben keine Rolle gespielt hätte: Was wäre vielleicht anders verlaufen?

Tommy:
Ich wäre wahrscheinlich gesundheitlich und körperlich wesentlich fitter. Auch im Kopf wäre ich weiter. Durch Konsum, Missbrauch und Abhängigkeit war ich in meinem Denken festgefahren und geriet immer wieder in dasselbe Schema. Der Alkohol trug viel dazu bei, dass ich so negativ eingestellt war.

Vielleicht wäre ich heute nicht hier in der Gruppe. Das wäre wiederum sehr schade. Wahrscheinlich hätte ich auch meine Frau nicht kennengelernt – vielleicht wären wir uns aber auf einem anderen Weg begegnet.

Julia:
Gibt es etwas, das du dir durch den Alkohol vollständig verbaut hast?

Tommy:
Ich hätte vermutlich ein besseres Verhältnis zu einigen Menschen und wäre vielleicht beruflich an einer anderen Stelle. Leider führt das eine zum anderen. Heute kann ich nur noch versuchen, das Beste daraus zu machen. Es geht weniger darum, eine Schuld zu begleichen, sondern darum, mein Leben von jetzt an anders zu gestalten.

Chris:
Wir haben den nüchternen und den betrunkenen Tommy miteinander verglichen. Was halten die beiden voneinander?

Tommy:
Der betrunkene Tommy hätte sich vermutlich nie auf das Abenteuer Ehe eingelassen und all die netten Menschen hier nicht kennengelernt. Er wäre nicht bereit gewesen zu sagen: Jetzt müssen wir in unserem Leben, unserem Lebensstil und unseren Voraussetzungen etwas grundlegend verändern.

Der betrunkene Tommy lebt einfach weiter. Wenn er keine Lust mehr hat, schläft er, und am nächsten Tag sieht die Welt wieder anders aus. Er hält das Leben des nüchternen Tommy für langweilig und nicht erstrebenswert.

Der nüchterne Tommy denkt dagegen: Es ist genug Scheiße passiert und genug Schaden entstanden. Zum Glück ist kein Mensch zu Schaden gekommen, aber es reicht. Er würde dem betrunkenen Tommy sagen: „Du hättest dir früher Hilfe holen und eher auf deinen Körper hören sollen.“

Ich versuche jetzt, das Beste daraus zu machen. Es war nicht alles toll – im Grunde war vieles Scheiße. Aber es ist passiert. Ich kann es nicht rückgängig machen, nur künftig besser machen.

Julia:
Wie alt warst du bei der ersten großen Krise, als der Rettungsdienst gerufen wurde?

Tommy:
24 oder 25.

Julia:
In diesem Alter den Weg der Veränderung zu beginnen, ist beim Thema Alkohol eine frühe Erkenntnis. Viele Menschen lassen sich erst wesentlich später oder gar nicht behandeln. Du hast dein Leben nicht vollständig verloren und noch vieles vor dir.

Tommy:
Es ist ein langer Weg, und er ist noch lange nicht vorbei.

Julia:
Gibt es zum Abschluss noch etwas, das du Menschen mitgeben möchtest?

Tommy:
Ich kann jedem nur ans Herz legen: Redet euch die Situation nicht schön. Wenn etwas ist, gibt es Menschen, die euch zuhören und zuhören wollen. Den ersten Schritt muss man selbst gehen wollen. Man kann einen Schubs in die richtige Richtung bekommen, muss aber bereit sein zu sagen: Jetzt bin ich an der Reihe. Ich möchte mein Leben wieder auf die Reihe bekommen – und ich will mein Leben auf die Reihe bekommen.

Julia:
Das ist die richtige Einstellung, und du bist damit nicht allein. Vielen Dank, dass du heute da warst und so offen mit uns gesprochen hast.

Chris:
Vielen Dank für deine Offenheit und viel Erfolg auf deinem weiteren Weg.

 

ANLAUFSTELLEN UND HILFE

 

Sozialpsychiatrisches Zentrum Amberg

Paulanergasse 18, 92224 Amberg

09621 3724-0

Beratung & Unterstützung bei psychischen Belastungen, Erkrankungen, Krisen & schwierigen Lebenssituationen.

 

medbo Amberg – Psychiatrische Institutsambulanz & Tagesklinik

Marienstraße 12, 92224 Amberg

09621 91666-8350

Psychiatrische Behandlung & Krisenhilfe, ambulant & teilstationär.
 

Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen Amberg

09621 101399 · selbsthilfegruppen@amberg.de

Unterstützt bei der Suche nach passenden Selbsthilfegruppen in Amberg & der Region.

 

Krisendienst Psychiatrie Bayern

0800 655 3000 · rund um die Uhr · kostenlos

Unterstützung bei psychischen Krisen & seelischen Notlagen, auch für Angehörige & Bezugspersonen.

 

TelefonSeelsorge

0800 1110111 · 0800 1110222 · 116 123

rund um die Uhr

Kostenlos & anonym. Telefon, Chat & Mail möglich.

 

Stiftung Deutsche Depressionshilfe & Suizidprävention

0800 3344533 · kostenlos

Informationen zu Depression, Behandlung & passenden Hilfsangeboten. Beratung für Betroffene & Angehörige.

 

Caritas-Fachambulanz für Suchtprobleme Amberg

Dreifaltigkeitsstraße 3, 92224 Amberg

09621 4755-40

Beratung bei Suchtproblemen, Essstörungen & Verhaltenssüchten; auch für Angehörige.

 

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

116 117

Für dringende medizinische Beschwerden außerhalb der regulären Praxiszeiten, wenn keine akute Lebensgefahr besteht.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.